| TrendCheck: Kauf gebrauchter Produkte |
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Allgemeines zum Trend "Gebrauchtkauf" "Gebrauchtes zu kaufen ist „in“ und ein Zeichen von ökonomischer und ökologischer Intelligenz" Gebrauchte Handys, Notebooks, gebrauchte Bücher, gebrauchte Möbel und Spiele sowie Secondhand-Kleidung lassen sich regelmäßig unter den Google-TOP-Suchanfragen unter dem Stichwort „gebraucht“ in Deutschland finden. Aktuelle Trends zeigen, dass sich die Wegwerfgesellschaft der letzten Jahrzehnte in vielen Bereichen zur "Generation eBay" entwickelt hat, in der es wieder durchaus "in" ist, auf Gebrauchtes zurückzugreifen. Der Kauf von Gebrauchtem hat das "schmuddelige" Flohmarkt-Image von ehedem verloren. Er ermöglicht der breiten Masse Zugang zu sonst teuren Produkten. „Gebrauchte Produkte zu kaufen ist heute kein Zeichen von Geldmangel mehr, sondern ein breiter Lifestyle-Trend und gleichzeitig ein Zeichen von ökonomischer und ökologischer Intelligenz", so Alberto Sanz von eBay. "Gebraucht zu kaufen, ist effizient und clever" Produkte werden heute nur noch so lange genutzt, bis es etwas Besseres und Aufregenderes gibt und jeder weiß, dass schon in sehr kurzer Zeit etwas Hochwertigeres und Außergewöhnlicheres verfügbar ist. Gebrauchte Produkte sind daher in der Regel noch voll funktionstüchtig, aktuell und bezahlbar zugleich. Wer gebraucht kauft, hat weniger Wertverlust zu verzeichnen. Und: Je hochwertiger der Artikel ist, desto geringer fällt der Unterschied zwischen „neu“ und „alt“ oder „unbenutzt“ und „benutzt“ aus. Wenn Gebrauchtes nicht mehr altmodisch und out ist, sondern immer noch angesagt, wird es zur Alternative für alle, die beim „Upgrade“ auf etwas „Besseres“ sparen wollen, zumal es gebrauchte Produkte in immer größerer Zahl und Auswahl gibt – dank einer „Upgrade-Gesellschaft“, die „Altes“ beziehungsweise Ausgemustertes verkauft, statt es wie früher zu horten oder gar wegzuschmeißen Eine Studie des Hamburger Trendbüros demonstriert das grundlegend veränderte Verständnis von „neu“ und „alt“: „Neu“ ist nur noch das „Neueste“, „alt“ hingegen wird zunehmend positiv bewertet, weil es längst nicht mehr betagt oder verschlissen heißen muss. Rein subjektiv ist „Altes“ und „Gebrauchtes“ ohnehin „neu“: „neu für mich“ oder „neu entdeckt“. "Gebraucht zu kaufen, ist ökologisch sinnvoll" Durch den Kauf von Gebrauchtwaren und der damit verbundenen längeren Nutzung von natürlichen Ressourcen kann jeder Einzelne nicht nur Geld sparen, sondern zudem seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck reduzieren. Der WWF berechnete etwa, dass für die Herstellung eines einzigen Handys eine Fläche von 72 m2 benötigt wird. Für die Herstellung eines Laptops werden 398 kg Rohstoffe verbraucht, die für die Produktion notwendige Energie verbraucht ungefähr die Fläche eines Tennisplatzes. Für die Herstellung eines Fahrrads sind etwa 6400 kg Rohstoffe notwendig. Die Produktion von 1kg Baumwolle benötigt bis zu 29000 Liter Wasser. 1 T-Shirt verursacht einen Fußabdruck von 13 m2. Für die Herstellung eines Tisches für 4-6 Personen werden ca. 650 m2 Waldfläche benötigt, das entspricht circa der Fläche eines olympischen Schwimmbeckens. "Die Kundenzufriedenheit bei Käufern von Gebrauchtwaren ist hoch" Wie eine österreichische Marketagent-Studie, die von eBay und dem WWF in Auftrag gegeben wurde, aufzeigt, ist der Hauptgrund für den Kauf von gebrauchten Waren immer noch ein günstigerer Preis (89,9 Prozent) und auch der Spaßfaktor beim Aufstöbern ist für 38,5 Prozent relevant. Ein besonders bemerkenswertes Ergebnis der Studie jedoch ist, dass sich die Kundenzufriedenheit bei Käufern von billigeren gebrauchten Produkten nicht von jenen der Käufer von Neuwaren unterscheidet. Lediglich 4 Prozent der Gebrauchtkäufer gaben an, mit den zuletzt gebraucht gekauften Produkten "eher weniger" oder "überhaupt nicht" zufrieden gewesen zu sein, während 96 Prozent der Gebrauchtkäufer "sehr zufrieden" oder "eher zufrieden" waren. Daten zur Nachfrage nach "Gebrauchtem" - Google Insights for Search Ein gutes Bild davon, welche Gebrauchtwaren aktuell (30-Tage-Trend) am häufigsten nachgefragt werden, bieten die Suchanfragen an Google in Deutschland: Die meistgesuchten Produkte im Internet Zu den meistgekauften Produkten im Internet zählen laut der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) Bücher, Eintrittskarten, Musik-CDs, Hotels, Urlaubsreisen, Damenbekleidung, Spielwaren, Computer-Hardware oder -Zubehör, Herrenbekleidung und Filme auf DVD/Videos. Welche Produkte online am häufigsten gesucht werden, darüber gibt uns Google Insights for Search ebenfalls eine repräsentative Auskunft. Hier der aktuelle Trend der letzten 30 Tage: Weiterführende Links und Literatur "Gebrauchtbuchmarkt" "Gebrauchte Bücher, online gekauft – was wie eine Nische des deutschen Buchmarktes klingt, hat sich über die letzten Jahre zu einer immer beliebter werdenden Alternative für Bücherfreunde entwickelt. Verglichen mit dem Neubuchmarkt in Deutschland (mit einem Volumen von rund 9 Mrd. Euro)", so eine Studie von Abebooks Europe, "erscheint der Handel mit gebrauchten Büchern zunächst vergleichsweise überschaubar (etwa 700 Mio. Euro in 2005). Doch der Markt wächst, und er wächst vor allem durch die Möglichkeiten des Online-Handels. Das Medium Internet scheint wie geschaffen für den Handel mit gebrauchten und speziellen Büchern." "Weiter- bzw. Wiederverwendung gebrauchter Produkte als wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen Produktnutzung" "Ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen Produktnutzung kann durch die Weiter- bzw. Wiederverwendung gebrauchter Produkte geleistet werden. Durch die so entstehende Verlängerung der Produktnutzungsdauer können Ressourcenströme reduziert und so Umweltentlastungspotenziale realisiert werden. Neben dem stationären Handel und Secondhand-Zeitschriften werden Gebrauchtprodukte zunehmend auch über Gebrauchtgütermärkte im Internet gehandelt. Hierbei spielen sowohl Online-Marktplätze, auf denen Verbraucher untereinander mit gebrauchten Produkten handeln als auch Marktplätze, auf denen professionelle Anbieter Altgeräte und –produkte vermarkten, eine Rolle (in der Studie untersucht wurden Online-Gebrauchtmarktplätze zu den Produktgruppen gebrauchte Bücher, gebrauchte Bekleidung, gebrauchte Handys, gebrauchte Produktionsanlagen/Maschinen, gebrauchte Computer, gebrauchte Informationstechnologien, Kfz-Gebrauchtteile, Gebrauchtmaschinen, gebrauchte Musik-CD/Tonträger und Gebrauchtvideos/-DVD). Durch den Online-Handel können weitere Umweltentlastungspotenziale entstehen, beispielsweise dadurch, dass Einkaufsfahrten der Kunden durch die Online- Bestellung am PC ersetzt werden und damit Verkehr reduziert wird". Quelle: Fallstudie Gebrauchtgütermärkte des BMBF. "Auf deutschen Dachböden und in Kellern verstauben ungenutzte Gegenstände wie Bücher, Handys, DVDs, Fernseher oder Möbel im Wert von bis zu 35,5 Milliarden Euro" "Laut einer repräsentativen Studie von Ebay und TNS Infratest könnten die Deutschen für ihre Besitztümer insgesamt 35,5 Milliarden Euro erlösen. Pro Haushalt entspricht das 16 Gegenständen oder 1013 Euro. [...] TNS Infratest hatte die mehr als 1000 Studienteilnehmer nach konkreten Gegenständen befragt. Ergebnis: Es sind vor allem Medien wie Bücher, DVDs, CDs oder Spiele, die die Verbraucher horten. Damit könnte jeder Haushalt durchschnittlich 476 Euro erlösen, so die Autoren der Studie. Auf Platz zwei folgen mit großem Abstand Sammlungen aller Art, etwa Briefmarken. Geschätzter Wert: durchschnittlich 152 Euro pro Haushalt." Quelle: WELT online "Schnell und einfach Geld verdienen mit dem Verkauf gebrauchter Produkte" "Laut einer Studie, die Amazon.de mit dem Marktforschungsinstitut TNS Emnid durchgeführt hat, können sich die Deutschen vorstellen, sich von jedem vierten Buch das in ihrem Besitz ist, wieder zu trennen. Ähnlich ist die Bereitschaft bei Musik (24%), Videofilmen und DVDs (26%), Software (36%) und Elektronikartikeln aus dem Unterhaltungsbereich (32%). Der größte Verkaufswille zeigt sich jedoch bei den Gamern: Hier sind 56% der Befragten bereit, ihr gebrauchtes PC- oder Videospiel wieder zu verkaufen.[...] Allein 8,2 Milliarden Euro ließen sich mit gebrauchten Videospielen verdienen, wenn die Deutschen ihre Bereitschaft, sich von ihren gebrauchten Spielen zu trennen, auch umsetzen würden. Und 50,3 Milliarden Euro könnten die Deutschen einplanen, falls sie tatsächlich ihre Bücher wieder verkaufen würden." Quelle: Amazon.de GmbH "Das Geschäft mit gebrauchten Büchern in Deutschland nimmt rapide zu" "Gebrauchte Bücher sind im Internet gefragt. Vor allem junge Leute kaufen und verkaufen nicht nur gelesene Romane im Internet, sondern immer häufiger auch Schul- und Fachbücher fürs Studium. "Ein lieferbares Gebrauchtbuch ist ein Ersatz für ein neues lieferbares Buch. Das sehen wir als Buchhändler mit einer Träne im Auge", sagte Heinrich Riethmüller bei einer Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse [...] Ein gutes Drittel der über 14-Jährigen in Deutschland hat sich beim Bücherkauf schon einmal für einen gebrauchten Titel entschieden. Genauso viele können sich vorstellen, dies zu tun, wie eine Umfrage im Auftrag der Fachzeitschrift buchreport ergab." Quelle: heise.de |
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